‘he’ statt ‘er’: Nordseegermanisches im hessischen Sprachmuseum

Wenn man von Frankfurt nach Norden fährt, verlässt man bald den Sprach­raum des „Medien­hes­si­schen“, des Dialekts und Regio­lekts (= regional gefärbte „Umgangs­spra­che“) des Rhein-Main-Gebiets, des allbe­kann­ten, relativ standard­na­hen und wissen­schaft­lich etwas langwei­li­gen „Rhein­frän­ki­schen“. Würde man aus dem Zug oder dem Auto ausstei­gen, so könnte man schon in der Wetterau, dann selbst in den Vororten von Gießen, Marburg, Fulda und natürlich in den stadt­fer­ne­ren Landes­tei­len in das lebendige Sprach­mu­se­um Hessen eintau­chen. Es genügt, sich in eine Kneipe zu setzen und den Einhei­mi­schen Ü 60 zuzuhören. Sie sprechen unter­ein­an­der ein Deutsch, das sich in den letzten 700 Jahren kaum verändert hat und in vielen Zügen weit über 1000 Jahre alt ist. 

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